
Von Arne Löffel
Zum ersten Mal lobt mainSign einen Fotowettbewerb aus. Der Wettbewerb richtet sich an alle Fotografen, die sich dem Thema „Dead or Alive“ fotografisch annähern möchten.
Was ist tot? Was lebendig? Was dem Tod geweiht, was unsterblich? Wo muss der Tod sein, um neues Leben zu schaffen? Wo mündet alles Leben unweigerlich im Tod? Und was ist überhaupt mit dem Leben nach dem Tod, dem Jenseitigen? Und was ist dann mit dem Diesseits? Muss man das alles so ernst nehem, wie es klingt? Oder ist hier nicht sogar ganz besonders der Humor gefragt? Morbide Ästhetik oder schwülstige Romantik? Klinische Kälte oder organische Wärme? Und was ist überhaupt mit den alten Western-Fahndungsplakaten „WANTED – DEAD OR ALIVE“?
Sind sie eine Drohung oder ein Versprechen? Sind sie Prämie für den Jäger oder Damoklesschwert des Gesuchten? Unterscheiden sie sich in ihrer Aussage von der Rekruten-Werbung „We Want You“ der US-Army? Und spielt das alles überhaupt eine Rolle? Im Hier und Jetzt und im Jenseits? Haben Sie eine Antwort auf diese Fragen? Oder noch viel mehr Fragen? Fragen, Gedanken und Antworten zu diesem Thema – oder nur zu der schlichten Folge der Worte – sind Oberthema des Fotowettbewerbs, zu dem wir alle Fotografen aufrufen. Ob Profi oder nicht, Studierender oder Schüler ist dabei völlig egal. Wichtig ist nur, dass Sie uns auch Ihre Arbeiten zukommen lassen. Die Redaktion von mainSign sammelt Ihre Zuschriften und wird dafür sorgen, dass alle Teilnehmer des Wettbewerbs die gleichen Chancen haben. Denn außer dem mainSign-Chefredakteur weiß niemand, welcher Fotograf welche Bilder eingereicht hat. Die hier bereits zu sehenden Bilder sind Fotografien von Künstlern aus der Region, die von der mainSign-Redaktion zur Illustration des Themas ausgewählt wurden. Die Bilder sollen einen keinen Denkanstoß für alle geben, die sich am Wettbewerb beteiligen möchten. Jedes der Bilder zeigt nur einen Ausschnitt des jeweiligen Fotos – falls das eine oder andere Bild doch noch einmal für den Wettbewerb eingereicht wird. Beurteilen wird die von den Teilnehmern eingesandten Arbeiten eine hochkarätige und fachkundige Jury. Jedes Jury-Mitglied vergibt nach bestem Wissen und Gewissen Punkte für jedes Bild und das Bild, das die meisten Punkte auf sich vereinen kann, gewinnt den Wettbewerb. Die Jury besteht aus Jean-Christophe Ammann, ehemals Leiter des Museums für Moderne Kunst Frankfurt und hier gleichzeitig Vorsitzender der Foto-Jury, zudem aus der international tätigen Frankfurter Fotografin Sandra Mann, ihrem Kollegen Karsten Thormaehlen, der Darmstädter Fotografin Alexandra Lechner, dem Cheffotografen der Frankfurter Rundschau Alexander Kraus und der mainSign-Layouterin Irina Gabb. Die besten Fotografien werden – je nach Anzahl der Zuschriften – im April 2010 im Foyer der Frankfurter Rundschau und gegebenenfalls auch in der Academy Of Visual Arts in Frankfurt ausgestellt. Darüber hinaus werden die besten Arbeiten in der Mai-Ausgabe von mainSign veröffentlicht, wo auch die Fotografen näher vorgestellt werden. Den Siegern des Wettbewerbs winkt neben Ruhm und Ehre sowie der öffentlichen Präsenz bei der Ausstellung und in mainSign auch ein Preis: Der Fotograf des besten Bildes bekommt einen Reisegutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Club Aldiana Zypern inklusive Flug mit Condor (gültig bis November 2010). Der zweite Preis ist ein Wellness-Wochenende im Lindner Hotel & Spa Speyer mit Rundum-Verwöhn-Paket für zwei Personen und der dritte Preis ist ein Jahresabo für das English Theatre in Frankfurt. Noch bis zum 1. Februar können sich alle Fotografen bei uns bewerben und ihre Arbeiten für die Teilnahme am Fotowettbewerb „Dead or Alive“ einreichen. Bitte digital und per E-Mail, die genauen Kontaktdaten finden sich am Ende dieses Artikels.
Die Jury
Kunst zu bewerten, eine Siegerin oder einen Sieger zu küren, Arbeiten gegeneinader aufzuwiegen, eine Rangfolge zu erstellen und so subjektive in objektive Kriterien zu überführen, braucht viel Fingerspitzengefühl und fundierte Kenntnis der Materie. Da hier mehr geleistet werden muss, als die eingereichten Arbeiten nur in einen kunsthistorischen Kontext einzuordnen, haben wir die Jury möglichst heterogen besetzt. Schließlich spielt bei allen objektiven Kriterien ja auch immer der persönliche Geschmack eine Rolle bei der Bewertung von Kunst.
Prof. Dr. Jean-Christophe Ammann, Schweizer Kunsthistoriker und Kurator, ist Kopf und damit auch Sprecher der mainSign-Jury. Der ehemalige Leiter des Museums für Moderne Kunst Frankfurt (MMK) kennt die Kunstszene der Region und weit darüber hinaus. Seit 1999 ist Jean-Christophe Ammann von der Deutschen Börse mit dem Aufbau einer Sammlung von künstlerischen Fotografien beauftragt. Ammanns wohl bekanntestes Zitat über die Kunst passt auch ganz gut in den Kontext dieses Fotowettbewerbs: „Ich denke, dass die Kunst weiterhin ihre Substanz beziehen muss aus der Erforschung des Selbst und aus einem Bewusstsein und Denken von Gegenwart. Dieses Denken von Gegenwart ist das Schwierigste, weil ich das Diffuse präzis und das Präzise diffus denken muss. An diesem Auftrag des Künstlers, in dieser Gesellschaft tätig zu sein, hat sich überhaupt nichts geändert.“ Sandra Mann ist eine Frankfurter Fotografin, ihre Arbeiten wurden unter anderem in der vergangenen Ausgabe von mainSign präsentiert. Sie unterrichtet an der Academy of Visual Arts in Frankfurt, ihre eigenen Fotografien und Installationen sind auf fast allen Kontinenten zu sehen.
Sandra Mann, Absolventin der Hochschule für Gestaltung Offenbach, hat ihre ganz eigene Herangehensweise an die Kunst und die Fotografie. Hierbei weiß sie besonders die Antagonismen zu schätzen – so wie in „Dead or Alive“. „Die Welt ist logisch, aber nicht immer harmonisch. Diese Diskrepanz transportiere ich mit der Bildsprache als Kommunikationsebene“, verriet sie mainSign.
Karsten Thormaehlen, ebenfalls Fotograf aus Frankfurt, ist mit Sandra Mann Initiator des Wettbewerbs. Zur Zeit ist er mit zwei viel beachteten Ausstellungen, die sich mit dem Thema Demographie auseinandersetzen („Jahrhundertmensch“ und „Silver Heroes“), auf Tour durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Für letzteres hat er Senioren fotografiert, die noch besonders aktiv sind. In diesem mainSign wurde die Eyecandy-Serie (Seiten 6 und 7) von Thormaehlen konzipiert und in Szene gesetzt. Thormaehlen zeichnet – neben seiner Tätigkeit als Herausgeber und Gestalter von zahlreichen Fotobüchern – für die Teilnahme an der Jury aus, dass er sich in vielen wichtigen fotografischen Disziplinen zu Hause fühlt.
Alexandra Lechner, Fotografin aus Darmstadt, hat mit „Dead or Alive“ sozusagen den Impuls zum Thema in die Welt gesetzt. Ehrensache also, dass die bundesweit tätige freie Fotografin ebenfalls einen festen Platz in der Jury hat. Außerdem ist Lechner sehr erfahren mit Fotowettbewerben: Jedes Jahr organisiert sie die vielbeachteten die „Darmstädter Tage der Fotografie“.
Celina Lunsford vom Fotografieforum Frankfurt hat Teilnahme an der Jury ebenfalls zugesagt, was uns alle sehr freut. Das Fotografieforum fördert und unterstützt Fotografen aus Frankfurt und der Umgebung bei ihrer Arbeit, noch bis zum 8. November ist die aktuelle Ausstellung im Museum für angewandte Kunst zu sehen.
Alex Kraus ist der offizielle Vertreter der Frankfurter Rundschau und hier der Cheffotograf. Er hat also so viel praktische Erfahrung wie kaum ein Anderer in Frankfurt und darüber hinaus den Blick für das gewisse Etwas bei der Fotografie. In der Jury steht er für Attribute wie Zugänglichkeit und Information in den Bildern.
Irina Gabb weiß ganz genau, welche Bilder in mainSign veröffentlicht werden sollten. Schließlich ist die Mediengestalterin das grafische Mastermind hinter diesem Produkt und deshalb prädestiniert für einen Platz in der Jury – auch wenn sie selbst keine Fotografin ist.
Infos zum Wettbewerb
mainSign ruft alle Fotografen zur Teilnahme am Foto-Wettbewerb „Dead or Alive“ auf. Profi oder nicht, Star oder Newcomer spielt dabei keine Rolle. Die Bilder werden anonymisiert, so dass große Namen keine Bedeutung mehr haben. Schicken Sie eine CD mit maximal fünf Bildern an: Frankfurter Rundschau, Redaktion mainSign, Stichwort: „Dead or Alive“, Karl-Gerold-Platz 1, 60594 Frankfurt. Oder per E-Mail (maximal 10MB pro Bild) an: mainsign@fr-online.de. Der Einsendeschluss des Fotowettbewerbs ist der 1. Februar 2010! Jury-Mitglieder sind vom Wettbwerb ausgeschlossen. Die besten Bilder werden im April in einer Ausstellung im Foyer der Frankfurter Rundschau präsentiert. Hier findet auch die Preisverleihung statt. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Die besten Bilder der ersten zehn Plätze werden in der Mai-Ausgabe von mainSign veröffentlicht. Der Erstplatzierte erhält als Preis eine einwöchige All-Inclusive-Reise für zwei Personen in den Club Aldiana Zypern inklusive Flug mit Condor. Der Zweitplatzierte erhält als Preis ein Wellness-Wochenende im Lindner Hotel & Spa, Speyer inklusive ausgiebigen Wellness-Behandlungen und Vollpension für zwei Personen. Der Drittplatzierte erhält ein Jahresabonnement vom English Theatre Frankfurt. Die 30 ersten Einsender erhalten unabhängig ihrer letztendlich Platzierung automatisch den opulenten Jubiläums-Bildband der Alten Oper Frankfurt als Dankeschön für ihr Engagement. Alle Fragen rund um den Wettbewerb beantworten wir gerne an: mainsign@fr-online.de, mehr Infos: mainsign.de

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